Auf Instagram, TikTok und Facebook nehmen wir euch mit in unserem Alltag als Regenbogenfamilie auf dem Dorf. Wir zeigen, wie Familie heute aussehen kann - ehrlich, humorvoll und ohne Filter.
Uns ist wichtig zu zeigen, dass Liebe eine Familie ausmacht, nicht die Klassiche Konstellation.
Wir sind Jan und Jonas - ein paar, eine Familie und mittendrin im Dorfleben. Als Adoptiv- und Pflegeeltern haben wir uns entschieden, unseren Alltag mit euch zu teilen: mit allem, was dazugehört - schönen Momenten, chaotiischen Tagen und den ganz normalen Fragen, die das Leben als Regenbogenfamilie mit sich bringt
Unsere beiden Kinder nennen wir liebevoll unseren "Löwen" und unseren "Tiger" - zwei kleine Charaktere, die underen Alltag ordentlich aufmischen und uns jeden Tag aufs Neue zeigen, warum sich das lohnt.
Unser Motto: Paar bleiben, Eltern sein.
Wir sind Jan und Jonas. Verheiratet, zwei Söhne, ein Haus in einem Dorf in Rheinland-Pfalz, in dem der Nachbar meistens schneller weiß, was bei uns los ist, als wir selbst dazu kommen, es zu erzählen. Bevor irgendjemand von uns eine Kamera in die Hand genommen hat, gab es uns schon genauso, wie wir jetzt auf Instagram zu sehen sind — nur ohne Publikum.
Kennengelernt haben wir uns 2020. Ein Jahr später haben wir uns verlobt und unser erstes gemeinsames Haus gekauft, 2022 haben wir geheiratet. Jan ist 27, Jonas 29.
Zwei Männer, die zusammen eine Familie gründen, ist auf dem Dorf immer noch keine Selbstverständlichkeit. Wir haben uns trotzdem nie versteckt — nicht vor den Nachbarn, nicht vor der Verwandtschaft, und später auch nicht im Internet. Was für uns ganz normaler Alltag ist, ist für viele andere offenbar noch eine Neuigkeit. Genau da ist irgendwann die Idee entstanden, das auch zu zeigen.
„Wir wollten nie die perfekte Familie sein. Wir wollten einfach eine sein.“
Unser großer Sohn kam 2023 zu uns. Sein kleiner Bruder ist unser Dauerpflegekind — ein Pflegeverhältnis, das auf Dauer angelegt ist. Für uns macht das keinen Unterschied: er ist genauso unser Sohn wie sein großer Bruder, mit allem, was dazugehört. Das ist kein Nebensatz für uns, sondern ein Teil dessen, wer wir sind: zwei Väter, die sich entschieden haben, für ein Kind da zu sein, das diese Entscheidung nicht selbst treffen konnte. Wir sprechen darüber, weil Pflegefamilien in der Öffentlichkeit noch viel zu selten vorkommen — und weil wir wollen, dass unsere Kinder in einer Welt aufwachsen, in der ihre Familie nichts Besonderes ist, sondern einfach eine von vielen.
Alltag mit uns heißt: einer geht arbeiten, einer ist gerade in Elternzeit, und trotzdem ist ständig irgendwas zu knapp — Zeit, Schlaf, Nerven. Wir teilen uns die Erziehung ehrlich auf, nicht nach Rollenbild, sondern danach, wer gerade Kapazität hat. Wir sind beide aktiv bei der freiwilligen Feuerwehr, der Garten wird eher schlecht als recht gepflegt, und Kindergeschrei gehört bei uns einfach zur Geräuschkulisse dazu.
„Familienleben auf dem Dorf hat keinen Filter. Wir wollten auch keinen aufsetzen.“
papas vom dorf ist aus genau diesem Alltag entstanden. Wir haben angefangen, kleine Ausschnitte aus unserem Leben zu teilen: die chaotischen Momente genauso wie die, die einfach nur schön sind. Kein Ratgeber-Ton, keine Inszenierung, keine Antworten auf Fragen, die uns niemand gestellt hat. Im Kern ist es einfach das: wer wir sind — Jan und Jonas und unsere zwei Kinder.
Dass daraus eine Community von über 60.000 Menschen geworden ist, überrascht uns bis heute. Offenbar sind wir mit dem Wunsch nach Ehrlichkeit statt Hochglanz nicht allein — und mit der Frage, ob Familie eigentlich so aussehen muss, wie man sie sich klassischerweise vorstellt, auch nicht.